Folterverbot
Bekannt sind die Skandale des amerikanischen Militärs zum Beispiel in Guantánamo Bay bezüglich der Folter. Die Medien decken immer wieder neue Vorfälle auf und die US Armee dementiert alles und sagt von sich selbst, dass sie auf solche Mittel verzichten.
Doch in einer sehr erfolgreichen US-Serie wird gefoltert, und das nicht zu selten. Es geht da zwar um ernste Dinge - schließlich ist die Welt, bzw. zumindest viele Menschen in den USA, zu retten - allerdings ist das US Militär darüber nicht mehr so begeistert; denen wird es zuviel: Sie verlangen dringend Mäßigung.
Die Rede ist hier von Jack Bauer aus der beliebten Thriller-Serie "24".
Schläge, Scheinhinrichtungen, Elektroschocks, Drogen, oder die Drohung, Frau und Kinder eines mutmaßlichen Terroristen zu exekutieren, gehören zur Verhörtechnik des Agenten. "Du sagst mir, was ich wissen muss," erklärt Bauer einem Jihadi, "die Frage ist nur, wie weh ich Dir tun muss." Die Katastrophe rückt näher, das Blut fließt, es folgt das Geständnis. Die Gefahr ist gebannt. Sie fordern, dass die Drehbücher entschärft werden und wollen eine Show, in der Foltermethoden nach hinten losgehen. Damit das inoffizielle Serienmotto ("Whatever it takes - Was immer nötig ist") nicht zur Standardmethode des US-Militärs wird, reiste General Patrick Finnegan, Kommandeur von Amerikas angesehenster Militärakademie in West Point, begleitet von drei erfahrenen Verhörspezialisten, zu "Real Time Entertainment" in Kalifornien. Die Crew von "24" hielt den General, der in voller Uniform erschien, zunächst für einen Statisten. Der Sender FOX will das Konzept allerdings nicht ändern - und die Serie wird wohl noch einige Staffeln (und Filme?) so erfolgreich bleiben!
Kai3k um 21:54:32
| Kategorie: Blogs | Sichtbar: Öffentlich
|