PS3 für 75.000 Dollar
Hierzulande gibt es schon einige Angebote, sei es von Saturn oder Amazon, die PlayStation 3 vorzubestellen, wenn man dem Anbieter eine Anzahlung (50 Euro) leistet - übrigends ein nettes Geschenk der Verbraucher, denn so ein zinsloses Darlehen bekommt ein Unternehmen eigentlich nie im normalen Wettbewerb, vor allem jetzt noch wertvoller für sie, da sich die deutsche Veröffentlichung von November 2006 auf den März 2007 verschoben hat. Aufjedenfall sei so eine verfügbare PS3 garantiert, bei der Erscheinung in Deutschland als erstes zu bekommen.
In den USA sieht das anders aus: Gut einen Monat vor dem Verkaufsstart der Playstation 3 in den USA startete die größte US-Videospiel-Ladenkette Gamestop/EB Games ihre erste Vorverkaufsaktion. Jede Filiale nahm bis zu 16 Vorbestellungen entgegen. Kunden mussten eine Anzahlung von 100 US-Dollar leisten, bekamen aber keinerlei Garantie, dass sie die Konsole auch tatsächlich am 17. November, wenn die Playstation 3 in den USA auf den Markt kommen soll, erhalten. Bereits gegen Mittag meldete Gamestop, dass sämtliche Vorbestellungen ausverkauft seien und man vorerst keine weiteren entgegennähme.
Gamestop/EB Games unterhält weltweit 4592 Filialen, davon 3200 in den USA. Mit einem Marktanteil von 22 Prozent ist Gamestop die größte Verkaufskette für Video- und Computerspiele in den USA. Laut einem internen Schreiben, das an Mitarbeiter von Gamestop gerichtet war, bekomme jede Filiale acht Konsolen zum Verkaufsstart zugesichert, könne aber bis zu 16 Vorbestellungen entgegen nehmen, [...] Acht PS3 sind also für jeden dieser Filialen garantiert - das machen sie, weil sie bei der X-Box 360 Veröffentlichung letztes mal nicht alle Vorbestellungen erfüllen konnten. Da auch Sony jetzt wie damals Microsoft nur begrenzte Anzahl an Konsolen zur Verfügung hat, ist die Anzahl an möglichen Vorbestellungen nunmal sehr gering, auf die einzelne Filiale gerechnet.
Und dort, wo die Angebote knapp sind, entsteht ein lukratives Geschäft nach dem Wirtschaftsprinzip "Die Nachfrage und die Verfügbarkeit bestimmen den Preis". Je höher die Nachfrage nach etwas ist und je weniger verfügbar sind, desto höher kann der Preis sein, den man verlangen kann. Die normalen Händler dürfen dies allerdings nicht, und verkaufen die PS3 zum üblichen Preis von ca. 400 Dollar. Wer allerdings garantierte Vorbestellungen besitzt, verkauft diese über Ebay und co teuer weiter: So findet man derzeit auf der US-Webseite von Ebay knapp 150 Angebote für Playstation-3-Konsolen. Die Verkäufer versuchen selbst Quittungen für die Vorbestellungen zu verkaufen. Unseriöse Anbieter verlangen bis zu 75.000 US-Dollar zum Sofortkauf, die tatsächlichen Gebote bewegen sich momentan zwischen 400 und 1200 US-Dollar. Teurer Spaß. Beneidenswerte "Quittungsbesitzer".
Kai3k um 13:29:07
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